Steuern sparen als Angestellter: 8 Posten, die Geld zurückbringen
31. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit
Steuererklärung klingt nach Papierkram – aber für Angestellte ist sie 2026 fast immer ein geschenktes Geld. Im Schnitt bekommen Angestellte in Deutschland rund 1.000–1.500 € zurück. Und das Beste: Viele Kosten kannst du steuerlich absetzen, ohne dafür Belege zu sammeln. So geht's.
Diese 8 Posten zählen als Werbungskosten
| Ausgabe | Was du absetzen kannst | Durchschnitt |
|---|---|---|
| Fahrt zur Arbeit | 0,30 €/km einfache Strecke (ab dem 21. km: 0,38 €) | 500–1.200 € |
| Homeoffice | 6 € pro Tag, max. 210 Tage (1.260 €/Jahr) | 600–1.260 € |
| Arbeitsmittel | Laptop, Software, Büroausstattung, Fachliteratur | 200–800 € |
| Fortbildung | Kurse, Seminare, Fachbücher, Zertifikate | 300–1.500 € |
| Kontoführung | Kontoführungsgebühren (16 € Pauschale) | 16 € |
| Bewerbungskosten | Fahrt, Mappe, Online-Bewerbungsdienste | 50–300 € |
| Gewerkschaft/Berufsverband | Beiträge voll absetzbar | 200–500 € |
| Doppelte Haushaltsführung | Zweitwohnung, Umzugskosten, Familienheimfahrten | 1.000–5.000 € |
Beachte: Alle Posten zusammen ergeben deine Werbungskosten. Erst was über 1.230 € liegt, senkt deine Steuerlast. Tipp: Fahrtkosten + Homeoffice + Arbeitsmittel erreichen diese Grenze bei den meisten sofort.
Sonderausgaben – oft vergessen, oft Geld wert
- Altersvorsorge: Beiträge zur gesetzlichen Rente sind fast vollständig absetzbar (2026: 94 %).
- Kranken- und Pflegeversicherung: Der Großteil ist als Sonderausgabe abziehbar.
- Spenden: Bis 20 % des Einkommens – auch kleine Beträge mit Beleg.
- Handwerkerleistungen: 20 % der Arbeitskosten absetzbar, max. 1.200 €/Jahr (z. B. Reparaturen).
- Haushaltsnahe Dienste: 20 % der Kosten, max. 4.000 € (Putzkraft, Gartenhilfe).
- Kinderbetreuung: 2/3 der Kosten absetzbar, max. 4.000 € pro Kind.
3 Fehler, die dich Geld kosten
- Keine Erklärung abgeben: Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, hat 4 Jahre Zeit – und verschenkt sonst 4× ~1.000 €. Nachzahlung? In der Regel profitierst du trotzdem.
- Belege wegwerfen: Aufbewahrungspflicht nur bei über 60.000 € Umsatz – aber ohne Belege kannst du nichts ansetzen. Sammle alles in einem Ordner (oder digital).
- Steuererklärung selbst programmieren: Nein – nutze ELSTER (kostenlos) oder ein Steuerprogramm (~30–40 €, aber absetzbar!). Die Programme führen dich durch alle Abfragen.
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